28. Oktober 2011, Jako
Heiße Quellen, Oktupusse, Lobster, Höhlen und Cavernen. Dazu Fischschwärme, die einen den Tauchgang über begleiten, weil man ganz alleine mit seinem Boot am Tauchplatz ist. Klingt großartig?!
Die familien- und geldbeuteltaugliche Urlaubsdestination Kusadasi hat taucherisch auch etwas zu bieten. Doch leider sind die Tauchplätze nicht besonders bunt, über allem liegt eine feine Sand-Sediment-Schicht, die die Farben ziemlich verblassen lässt.
Das Tauchen über das lokale Tauchcenter ist klassisches Two-Tank-Diving. 40 min Tauchgang, Riffwechsel, Flaschenwechsel, 40 min Tauchgang. Nach etwa zwei bis zweieinhalb Stunden ist man wieder zurück an Land. Getaucht wird mit 10 Liter Stahlflaschen, die Guides sind tierisch neidisch auf meinen Trocki, ihnen ist – wie den übrigen Gästen auch – nach dem zweiten Tauchgang so kalt, dass sie zittern. Nachsaison.
Insgesamt ein sicherlich passendes Konzept von wirklich netten und gastfreundlichen Menschen, welches sich mit meinem Ansatz von Tauchen leider nur teilweise überschneidet. Und trotzdem war es ein großartiges Gefühl, wieder im Meer zu sein.
18. April 2011, Jako
Der Blausteinsee gehörte heute uns. Ganz allein. Dazu steuerte die Sonne ihren Teil zu einem gelungenen Comeback bei.
Äußerst miese Sicht in den ersten sechs Metern, darunter etwas klarer, aber leider auch deutlich kälter. Mir war schon nach wenigen Sekunden klar, wieso der Parkplatz leer war. Nach ein bisschen Brühentauchen hörten wir nach einer Viertelstunde wieder auf.
Und für sowas habe ich das alles gemacht? JA!
4. August 2010, Jako
Kristallklares, türkises Wasser lädt ein. Nach dem Anrödeln auf der Liegewiese sind es nur wenige Meter über den Sandstrand. Keine nennenswerte Wellenbewegung behindert den Zugang.
Der Tauchgang beginnt mit einem Empfangskomitee durch einen ziemlich großen Fischschwarm. Herrlich! Er begleitet uns zur ersten Attraktion. Nicht weit vom Einstieg liegt ein Wrack in nur 5m Wassertiefe. Mehr als ein kurzes Hineinleuchten ist leider nicht möglich, die Öffnungen scheinen für die Doppelpakete zu klein – außerdem waren wir darauf wirklich nicht eingestellt.
Was folgt, ist ein tiefenentspannter Tauchgang ohne Strömung vorbei an Steilwänden und über Sandflächen, die das Sonnenlicht so traumhaft reflektieren. Großartig!
Danke E4, so muss ein Urlaubstauchgang sein!
5. April 2010, Jako
Ostern feiert man die Auferstehung. Und ein kleines bisschen persönliches Osterfest habe ich in diesem Jahr auch feiern dürfen.
Es war in Hemmoor so, wie es meistens war. Kalt, nicht immer sonnig, aber dafür sehr nette Menschen kennen gelernt und schöne Tauchgänge gemacht. Im Grunde nichts wahnsinnig spektakuläres, Maximaltiefe 12 m. Trotzdem war es ein tolles Gefühl, feststellen zu können, dass man auch nach rund 6 Monaten Pause noch einige Dinge beherrscht. Die Runde mit dem Scooter tüpfelte das I in besonders angenehmer Art. Auch an dieser Stelle nochmals vielen Dank an alle, die mir das ermöglicht haben!
Diving will be continued…
9. Oktober 2009, Jako
Inspiriert von Armins hervorragenden Fotos, mit denen meine niemals mithalten werden können, haben wir mir meine Tauchuntauglichkeit heute mit einem Familienausflug an die ziemlich entleerte Wuppertalsperre versüßt.
Der heutige Pegel lag bei 238,60 m ü. NN, was etwa 14 m unter Stauziel (Sollhöhe) entspricht. Noch 2 m weniger, und wir hätten zu Fuß über das Viadukt gehen können.
Und tatsächlich folgten wir der alten Straße am Einstieg bis zum Knick in Richtung Viadukt. Mir war bisher nicht bewusst, dass an diesem Knick eine recht steile Felsnase den Weg markiert. Knapp unterhalb der Wasseroberfläche konnte man noch die Mauer zum parallel laufenden Graben erahnen, dem wir üblicherweise zum Viadukt folgen. Die Sicht war allerdings dermaßen schlecht, dass man kaum 50 cm weit in den See hineinblicken konnte.
Auf
der nördlichen Fläche ist durch den niedrigen Wasserstand sogar schon eine Insel entstanden.
Am Ende der Straße sind dann auch die ersten Mauerreste sichtbar geworden. Leider nur ein Appetithappen, unter Wasser gibt es noch viel mehr davon zu sehen.
Wir gingen der normalerweise überfluteten Straße entlang in Richtung der ehemaligen Bahntrasse nach Westen. Hier konnte man schön sehen, weshalb das Antauchen der Feldbach-Vorsperre ab und an mit Navigationsproblemen behaftet ist. Denn hinter den Überresten des ehemaligen Brückenpfeilers quert hier auch die Straße das Seebett, normalerweise in einer Tiefe von ca. 5-7 m.
Natürlich konnten wir heute auch den Zulauf begutachten, den wir beim 200. Tauchgang unerklärlicherweise nicht betauchen konnten. Mir ist völlig unverständlich, warum wir, obwohl wir der Schwallstrecke folgten, das Betonbauteil nicht gesehen haben. Stickstoffnarkose in 70 cm Wassertiefe? Mit Nina als Modell kann man gut erkennen, dass das Rohr die bereits postulierten 1,50 m Durchmesser tatsächlich besitzt. Die Seite Wuppertalsperre werde ich diesbezüglich auch aktualisieren.
In Friedrichsthal wurden wir hingegen enttäuscht. Die Straße führt zwar weiter hinunter, ab und an findet man auch Betonreste, aber weder sind irgendwelche Gebäudereste zu erkennen, noch haben wir den Stollenausgang gefunden. Entweder liegt dieser noch tiefer im Wasser verborgen oder ist oberhalb im Wald versteckt. Eine Erkundung des Walds führte wegen nasser Blätter auf vermooster Felsoberfläche zu unfreiwilliger Blauzeichnung meiner rechten Elle.
Den Abschluss unserer heutigen Rundreise bildete das Haus Hammerstein. Insbesondere das Wehr, das die im Moment hier wieder als Bach laufende Wupper anstaut, und wohl früher der Regulierung des Wasserstands im benachbarten Graben diente, lag im Fokus des Besuchs. Ich denke, es dürfte eine interessante Erfahrung sein, sich davon die überflutete Version anzuschauen.
1. Oktober 2009, Jako
Ein toller Tauchgang.
Heck und Bug der Giuseppe Dezza in einem Tauchgang. Das verwendete 21/35 sorgt für doch deutlich andere Eindrücke des Wracks, als der Tauchgang zu Beginn unseres kroatischen Abenteuers. Deutlicher Komfortgewinn auch beim Abtauchen an der Leine und dem Kampf gegen die – zugegebenermaßen diesmal nur kaum vorhandene – Strömung.
Vorbei an den Schrauben, den U-Boot-Bomben, den Überresten des Steuerstandes im Heck. Die große Kanone rechts liegen lassend, die aufrecht stehende und die umgefallene Flak passiert. Umwerfend!
Nach gut 15 Minuten Tauchzeit für einige Minuten Kompasskurs 300° eingehalten. Ein wenig mystisch wirkt der Bodennebel, der uns den Grund nicht erkennen lässt. Fast ein bisschen wie zu Hause.
Dann kann man erkennen, dass wir uns dem Bugteil nähern müssen. Unzählige Fische sind plötzlich über dem Nebel wahrzunehmen, und da taucht das Wrack auch vor uns auf. Ein fantastischer Moment.
Wir inspizieren viele Winkel, die Aufbauten, das Maschinengewehr, das ins Nichts zielt. Immer wieder quält mich mein Hirn… “Enter – not enter – enter – not enter…” Marios Worte hallen wieder “Tech 1 is a Non-Penetration-Course!” Schade eigentlich.
Nach 34 Minuten Grundzeit beginnen wir die unkomplizierte 20minütige Deko mit EAN50 im Freiwasser. Ja, tauchen kann so schön sein!
30. September 2009, Jako
Wooohhaaa! That’s what they call a bit of current. Unser heutiger Trainingstauchgang, der aus drei kurz aufeinander folgenden TG bestand, machte uns eindrucksvoll klar, dass der Strömungswiderstand mit D12 und Stage doch recht groß ist.
Teil eins bestand aus einem Abstieg an der Bojenleine auf 6 m, jeweils einem Valve-Drill und einem S-Drill und einem anschließenden Aufstieg. Langweilig? Ja, in der Theorie sicherlich. In der Praxis erwies sich bereits das Anschwimmen der Boje als ziemlich kräftezehrend. Auf den Bubblecheck haben wir wegen der Strömung kurzerhand verzichtet. Und die anschließenden Übungen eröffneten völlig neue Perspektiven.
Bisher waren wir es gewohnt, sämtliche Drills face-to-face durchzuführen. Heute aber haben wir den ganzen Tauchgang Seite an Seite verbracht, um gegen die Strömung kämpfend in der Nähe des Seils zu bleiben.
Tauchgang Nummer zwei führte uns in die Geheimnisse des Stagetauchens ein. Abstieg an der Bojenleine bis zum Grund in ca. 15 m. Dann weiter abwärts bis auf 24 m. Hier durfte Petra Ihre Boje schießen und befestigen. Dann legten wir die Stages ab und nahmen sie direkt wieder auf, um dann einen Aufstieg an der soeben installierten Bojenleine zu machen. Dem schnellen Aufstieg vom Grund folgten Deepstops auf 15 und 12 m, und auf den folgenden Stops wechselten wir jeweils auf das Dekogas und wieder zurück aufs Rückengas. Natürlich nicht ohne jedes Mal den Regler fein säuberlich aufzuräumen.
So weit so gut. Im dritten Tauchgang wollten wir dann etwas Spaß haben. Wir tauchten ab und verlegten beginnend an der Bojenleine ein bisschen Leine mit dem Reel. Gegen die Strömung beginnend kamen wir nicht weit, und der erste – zum Glück behebbare – Reglerdefekt suchte uns heim. Natürlich verhedderten wir uns dabei auch noch in der Leine. Beim zweiten Reglerdefekt, der nicht behhebbar war, entschlossen wir uns, den Tauchgang zu beenden und zum Ausgangspunkt zurürckzukehren. Der Turnpressure war außerdem erreicht.
Nunja… und dann sollten wir noch ein paar Lektionen lernen. Während der “Reglerreparatur” klaute mir Mario meine Stage: Lost Deco Gas. Meine Kommunikationsversuche waren leider nicht erfolgreich, so dass ich Petra am Grund und auf 9 m und 6 m vergeblich versuchte klarzumachen, dass ich doch bitte jetzt aus ihrer Stage atmen wollte. Immer wieder drückte uns die Strömung weg von der Leine. Als ich dann den Einfall hatte, ihr eine OOG-Situation anzudeuten, damit ich endlich an ihr Dekogas kommen konnte, habe ich sie leider hingerichtet, weil ihr Backup, auf den sie dann automatisch wechselte, ja leider defekt war. Sorry for that!
Doch damit nicht genug. Bei dieser Aktion haben wir leider auch die Bojenleine aus den Augen verloren. Also brachen wir die Übung ab, ich schickte meine Boje an die Oberfläche und wir tauchten von der Strömung getrieben ziemlich weit weg vom ursprünglich gewünschten Ort wieder auf. Vielen Dank an dieser Stelle der Bootscrew, die uns wieder einsammelte. Die übrigen Gäste des Tauchboots konnten sich augenscheinlich ein Grinsen angesichts unseres Auftauchortes nicht verkneifen.
28. September 2009, Jako
Gestern hatten unsere unglaublichen Gastgeber zum Abendessen eingeladen. Es gab äußerst leckere Gambas und Muscheln, gegrillten Wolfsbarsch, Calamares (mit welchen ich mich allerdings immer noch nicht anfreunden kann) und nicht zuvergessen den selbsthergestellten Rotwein. Es war ein sehr lustiger Abend, an dem es vor allem Spaß machte, Josip bei seinen Erzählungen zuzuhören.
Heute morgen tat jedoch alles weh – außer der Schuhe. Nachdem uns das erfreuliche Frühstück und die Zuteilung der übrig gebliebenen Dinge durch die äußerst fürsorglichen Marija für den Tag gestärkt hatten, kam Mario auch schon zur Tür hinein. Ein vormittäglicher Theorieblock über den Ablauf einer Bootstour klingt zwar langweilig, erwies sich aber im weiteren Verlauf des Tages als äußerst praxisnah.
Nachdem wir das Tauchcenter verleint hatten, bauten wir die Geräte auf und luden diese auf das Boot. Die mit uns zur Insel Banjole hinausfahrende Sporttauchergruppe musste leider etliche Minuten warten. Sorry for that!
Die Tauchgänge liefen wesentlich besser als gedacht. Alle Übungen ohne grobe Patzer absolviert, die Kicks passten, und wenn mal etwas doch nicht so funktionierte, wie es im Lehrbuch steht, nahmen wir uns die Zeit, sortierten die Dinge und brachten den Drill zu Ende. Der erste Tauchgang ließ uns den Valve-Drill, Safety-Drill und alle Kicks wiederholen, dazu verlegten wir noch ein wenig Leine und Petra durfte die Boje schießen. Ein Maskenwechsel und eine Aufstiegsübung rundeten den TG ab.
Im zweiten Tauchgang wurde uns nach einer weiteren Bojenübung schmerzlich bewusst, dass unser heutiges Special Equipment, das Reel, sich noch an Bord des soeben mit der Sporttauchergruppe in den Hafen abgefahrenen Bootes befand. Also improvisierten wir die Leinenverlegungsübung mit 2 Spools. Nachdem wir diese abgewickelt hatten, folgten wir der Leine zum Ausgangspunkt mit geschlossenen Augen zurück. Wow! Das ist ja viel einfacher als gedacht. Wieviel eine solide Grundausbildung doch wert ist! Nachdem wir die Spools wieder eingewickelt hatten, beendeten wir den Tauchgang mit einem Aufstieg unter gas-sharing mit Stops in 9, 6 und 3 m.
Und natürlich gab es nach den Tauchgängen jede Menge Kritik. Viel positives, aber auch konstruktive Verbesserungsmöglichkeiten. Es bleibt aber auf jeden Fall das Gefühl, nicht vollends versagt zu haben. Maren, der Anruf aus Italien heute abend bleibt aus.
19. Juli 2009, Jako
200. Tauchgang
200 Minuten
200 cm Sicht
200 l Regen
Norbert war so nett, mich bei meinem 200. TG zu begleiten. Der Tauchplan sah eine ähnliche Route wie beim letzten Mal vor, nur wollten wir uns bei den einzelnen Etappen etwas mehr Zeit lassen. Also gingen wir mit jeweils 9.200 l EAN 32 ins Wasser.
Die Wupper bedankte sich für die Auswahl als Tauchgewässer nicht nur mit knapp 10m fehlenden Wasserstand sondern auch mit üppigen 200 cm Sicht. An den besten Stellen. Nach dem Abtauchen kam kurz der Gedanke, den TG doch lieber irgendwo anders gemacht zu haben - z.B. hätte man 20 Runden rund um Messinghausen machen können. Aber gut… wir waren da, und ich wollte Norbert doch den ein oder anderen versunkenen Abbruchrest zeigen.
Nachdem wir das Viadukt durchkurvt hatten, suchten wir hinter der östlichen Begrenzungsmauer nach Überresten der ehemaligen Kapelle. Doch als wir nach 7 Minuten nichts gefunden hatten, kehrten wir wieder um zum Viadukt. Etwas mir bisher Unbekanntes fanden wir dann doch, als wir im Seitenarm das nördliche Ufer untersuchten. Auch hier stehen aber nur noch die Fundamente und die ersten Mauerreihen. Die Rohrbrücke haben wir wieder nicht gefunden – wo ist das Teil eigentlich?!
Wir folgten der Fabrikfassade zu den Treppen. Aufgrund des niedrigen Wasserstands verpassten wir auch den Übergang in Richtung Vorsperre, als es aber ungehindert nach Westen ging, war mir klar, dass wir zu weit nördlich waren. Also tauchten wir zurück und fanden dann den Einstieg in das Becken zur Vorsperre. Die Wassertiefe an dieser Stelle betrug 90 cm! Die Sicht im Becken war noch schlechter als in der Sperre, so dass wir, obwohl wir die Schwallstrecke entlang nach oben tauchten, das Rohr nicht gefunden haben. Irgendwann waren wir das Suchen leid und kehrten zum Einstieg zurück.
Nach 200 Tauchminuten gratulierte mir mein Buddy artig und wir köpften die mitgebrachte Flasche Sekt, die sich unterwasser nicht so richtig genießen lässt.
Fazit 1: Dreieinhalb Stunden tauchen geht auf die Knochen. Die letzte Stunde war nicht immer schön – die Maske drückt, Kopfhaube und Flossen ebenso, die Muskulatur lässt nach. Aber trotzdem eine interessante Erfahrung.
Fazit 2: In der Wupper ist die Sicht sehr schlecht. Dafür gibt es aber was zu sehen: sehr viele und auch richtig dicke Barsche sowie ein paar Hechte.
Fazit 3: Das Tauchen mit dem heutigen Tauchpartner hat richtig Spaß gemacht: Kommunikation sehr gut, trotz der Sichtweiten nie den Kontakt verloren, äußerst angenehmes Taucherlebnis.
21. Mai 2009, Jako
Am Sonntag trafen sich Thomas H, Sven und ich an der Wupper, um ein bisschen EAN32 zu verbrauchen. Eine Stage und die D12 sollte sich als ideale Konfiguration für den anstehenden Tauchgang herausstellen.
Augenzeugenberichte hatten uns mit angekündigten 6m-Sichtweiten gelockt. Der strömende Regen ließ uns den Entschluss bereuen, an einem Tauchplatz zu sein, der keinen Unterstand bietet. Das erste Mal hatte ich den Trocki an bevor das Gerät zusammengebaut war, zu groß war die Gefahr, weggespült zu werden.
Wir tauchten der Straße folgend in Richtung Kanal. An der Mauer entlang zeigte die Wupper dann wieder ihr altes Gesicht: während uns im oberen Bereich tatsächlich die versprochenen Sichtweiten verwöhnten, war es im alten Flussbett milchig wie immer. Quasi wie auf Bestellung wurde es dann auch schlagartig völlig dunkel und wenige Sekunden später stieg der Boden mit 30° an – wir waren in den verschütteten ersten Bogen des Viadukts getaucht ohne es zu bemerken. Beim Durchtauchen des Wehrs und der einzelnen Bögen im Zickzack sahen wir immer wieder große Schwärme von jungen Barschen. Beeindruckend! Auf der Straße des Viadukts ging es dann zurück. Zum ersten Mal konnte man von einer Seite zu anderen schauen! OK… nicht längs, nur quer… aber immerhin.

Thomas sagte dann kurz zu Hause Bescheid, dass es etwas länger dauern würde, und wir setzten unseren Tauchgang an der Mauer Richtung Norden fort. Mit einer Höhe von 4 bis 5 m ist diese Mauer recht eindrucksvoll. Kleine Irrwege führten uns schließlich zum Viadukt zurück, von wo aus wir nach dem Wechsel auf das Rückengerät in Richtung Fabrikfassade aufbrachen. Jedesmal vergesse ich, dass die erste Fensteröffnung nur mit reichlich Klemmerei zu passieren ist – und die Stage ist dabei nicht wirklich hilfreich! Nunja… meine Buddies hatten nicht mehr richtig Lust, mir durch dieses enge Loch nachzufolgen, aber im hinteren Teil der Fabrikfassade haben wir dann noch ein unaufgemulmtes Fensterchen für sie gefunden.
Nach etwa 90 Minuten Tauchzeit beratschlagten wir kurz, ob wir den TG abbrechen sollten oder uns noch den Einlauf der Feldbachvorsperre ansehen wollten. Da die Gasreserven noch mehr als ausreichend waren und die Temperaturen oberhalb von 7 m mit 14° sommerliche Ausmaße erreichten, setzten wir den Tauchgang in Richtung Südwest fort.
Nach einer scheinbar unendlichen Reise fanden wir auf Anhieb das Tosbecken mit dem Rohr. Ein kurzer Gascheck, Teameinteilung und ab ins dunkle Nichts. Auf dem Weg begegneten wir mehreren Aalen… und einem richtig fetten Wels! Mehrfach schwamm dieses große Monster direkt auf meine Maske zu und drehte erst im letzten Moment ab, bis es dann unter mir durch an den anderen vorbei aus dem Rohr verschwand.
Auf dem Rückweg genossen wir noch etwas die angenehmen Temperaturen und tauchten nach zweieinhalb Stunden und etwa 1.700 m zurückgelegter Strecke punktgenau am Einstieg wieder auf.
Thomas, ich wünsche Dir alles Gute, viel Erfolg im neuen Job, viele neue Bekannte, Freunde und vor allem Buddies! Und mein Neid auf Dein neues Hausriff sei Dir gewiss!